Türkei 2004

Die Türkei besteht nicht nur aus Moscheen und Döner. Nein, es ist ein Land, das sehr viel mehr zu bieten hat. Meine Reise von der Südküste bis ins tiefe Anatolien war sehr abwechslungsreich und voll interessanter Geschichte.
Da war z.B. die St.Petrus Grotte, der heilige Lukas hat sie erstellt und nach Petrus benannt. Nach Überlieferung versammelten sich hier die ersten Christen.
Halil-Rahman-Moschee in Urfa ist nach Mekka der wichtigste Pilgerort der Moslems. Sie ist mit dem berühmten Karpfenteich das Heiligtum des Propheten Abraham. Hier soll nach der Legende nach Abraham durch ein Wunder vor dem Scheiterhaufen gerettet worden sein. Das Feuer verwandelte sich in Wasser des Fischteichs und die Glutbrocken wurden in Karpfen verwandelt. Die Karpfen sind für die Einheimischen heilig und sind unantastbar. Sie dürfen gefüttert aber nicht geangelt werden.
Der Weg zum Nemrut Dagi Berg (2200m) war für mich wieder mal kein Kinderspiel, aber erst mal oben ist es atemberaubend. Man sagt hier ist man den Göttern sehr nahe, denn Zeus, Apollo oder Herkules – alle sind hier versammelt. Besser gesagt – aus Stein gemeißelt. Der Sonnenuntergang kann man nicht beschreiben, man muss es selbst gesehen haben.
Kappadokien, vermittelt einem in einer anderen Welt zu sein. Vor etwa 3 Millionen Jahren wurde Anatolien durch Vulkanausbrüche mit Tuff bedeckt, einem weichen Stein aus Lava, Asche und Schlamm. Wind und Regen haben daraus eine sehr interessante Landschaft aus seltsamen Felsen und Schluchten geschaffen. Die Tufffelsen nennt man „Feenkamine“. Kaum zu glauben, was die Natur vollbringen mag. Menschen haben in dieser Region schon 4000 v. Chr. Felsenhöhlen in den weichen Tuffstein gehauen. Im 4. Jahrhundert war dieses Gebiet Mittelpunkt der Christianisierung. Die Einsiedler bauten ihre klösterlichen Anlagen und über 600 Kirchen in den weichen Tuffstein. Die Fresken und Farbenpracht kann man heute noch bestaunen. Leider war das Fotografieren in den Räumen nicht erlaubt
Die unterirdische Stadt Derinkuyu ist eine von 50 Städte in dieser Region. Sie ist die Bekannteste und die größte die für Touristen zugänglich gemacht wurde. Über die Entstehungszeit ist man sich noch nicht einig. Einige Archäologen sind der Meinung das, die Hethitern vor über 4000 Jahren die Erbauer waren. Andere vermuten, dass Christen die Städte zum Schutz vor Verfolgern gebaut haben. Zwischen dem 6. und dem 10. Jahrhundert haben hier Christen gewohnt und haben ihr die Form gegeben, die sie heute hat. 1963 wurde sie entdeckt und bis heute wurden 8 Stockwerke freigelegt. Der tiefste Punkt ist 55m unterhalb der Oberfläche.
Dies sind nur einige Sehenswürdigkeiten die die Türkei zu bieten hat. Ich zumindest war sehr beeindruckt.

Bedenkt bitte das diese Fotos noch nicht digital sind.

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Burg von Alanya - Rote Turm

 

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